Dein Onlinekurs brauch ein solides Fundament – und so geht’s

Stellst du die Tasse mit deinem lecker duftenden Kaffee auf ein weiches Kissen oder doch lieber auf den Tisch?

Errichtest du dein Traumhaus direkt im weichen Sand oder doch lieber auf einem soliden Fundament?

Kreierst du deinen Onlinekurs basierend auf Vermutungen oder doch lieber aufgrund solider Marktrecherche?

Marketing ist der erste, nicht der letzte Schritt auf dem Weg zu deinem erfolgreichen Onlinekurs

Ich kann verstehen, dass du, wenn du dir erstmal eine Kursidee in den Kopf gesetzt hast, unbedingt loslegen willst. Dir brennt es unter den Fingern, du könntest Bäume ausreißen. Am liebsten hättest du schon gestern angefangen.

Ich kann verstehen, dass das Letzte, woran du jetzt denkst, Marketing ist. Denn schließlich brauchst du ja zuerst einen Kurs, bevor du dich ums Vermarkten kümmern kannst.

Richtig? NEIN, falsch!

Der erste und mit der wichtigste Schritt beim Kreieren eines ERFOLGREICHEN Onlinekurses ist eine solide Marktrecherche. Und ich spreche jetzt nicht von 10 Minuten googeln. Ich spreche von tiefer Marktrecherche.

Je nach Methode, wirst dafür mindestens Stunden bis Tage, möglicherweise Wochen, vielleicht sogar Monate brauchen. Und es ist ein Prozeß, der nie aufhört - jedenfalls nicht, solange dein Produkt auf dem Markt ist!

Warum ist Marktrecherche so wichtig?

Nehmen wir an, du schaffst es, deinen Onlinekurs innert 6 Wochen zu produzieren. Dann hast du einiges investiert. Nebst 6 Wochen deiner Zeit vermutlich auch einige Euros für benötigte Tools und anderweitige Investitionen.

Wär’s nicht ziemlich blöd, wenn du nach diesen 6 Wochen feststellst, dass kein Schwein deinen Kurs kauft?

Nun gibt es dafür verschiedene Gründe und die haben meist eine gemeinsame Ursache. Die gemeinsame Wurzel des Übels quasi.

Ein möglicher Flop-Grund und gleichzeitig der schlimmste anzunehmende Fall

Du hast einen Kurs kreiert, für den es keinen Markt gibt. Oder aber der Markt ist nicht bereit dafür Geld auszugeben oder falls doch, nur sehr wenig. Irgendwie €9.90 oder so.

Eine weiterer Flop-Grund

Du hast dich in deiner Zielgruppe vertan. Sprich du hast einen Kurs, der nicht grundsätzlich verkehrt ist, aber irgendwo auf dem Weg bist du falsch abgebogen.

Machen wir ein Beispiel:

Sagen wir, du kreierst einen Kurs übers Abnehmen.

Jetzt werfen wir 3 verschiedene Personen ins Spiel. 

  • Ralf, ein 46-jähriger 200-Kilo-Mann.
  • Nora, eine 28-jährige, die gerade ihre erste Schwangerschaft hinter sich hat. 
  • Daniel, ein 36-jähriger Single mit kleinem Wohlstandsbauch. 

Du stimmst du mir sicherlich zu, dass 200-Kilo-Mann Ralf andere Probleme und Sorgen hat, als Nora, die nach einer Schwangerschaft wieder zu alter Form zurückfinden will. Oder als Ü-Dreissiger Single Daniel, der seine Wohlstandswampe wieder loswerden möchte, um bei den Ladys zu punkten.

Alle drei wollen abnehmen. Aber alle drei haben völlig unterschiedliche Beweggründe dafür. Und sie haben auch einen unterschiedlichen Weg vor sich. Ist auch logisch, denn sie haben auch überhaupt nicht die gleichen Voraussetzungen.

Während Ralf gesundheitliche Probleme plagen und ihm sein Arzt dringend zu einer Veränderung rät, möchte Nora einfach nur ihren Körper zurück. Daniel hingegen erwischt sich immer öfters dabei, wie er mit bewusst eingezogenem Bauch durchs Einkaufszentrum läuft, um damit seine Beule unter dem T-Shirt zu kaschieren. 

Du kannst es unmöglich allen recht machen

Du kannst unmöglich einen Kurs kreieren, der gleichzeitig alle drei Zielgruppen anspricht. Und falls du es doch versuchst, wird niemand den Kurs kaufen. Und zwar, weil du niemanden direkt ansprichst.

Das Schlimmste, ich wiederhole, das Schlimmste, was du machen kannst, ist, es allen recht machen zu wollen. Denn dann machst du es niemandem recht.

Es kann noch X andere Gründe geben, weshalb dein Kurs sich schlecht verkauft, aber alle haben die gleiche Ursache, die schon erwähnte gemeinsame Wurzel des Übels:

DU HAST DEINE HAUSAUFGABEN NICHT GEMACHT. DU HAST SCHLECHT RECHERCHIERT.

Der Riesenfehler mit der Ausnahme

Möglicherweise denkst du jetzt gerade: »Jaja, du hast mit allem recht. Aber bei mir ist das anders…«

Ich habe genau das gedacht, als mir damals jemand erklärte, dass ich zuerst meinen Markt recherchieren sollte. Ich war schlicht und ergreifend so überheblich, zu glauben, dass ausgerechnet ich die Ausnahme bin, die diesen Punkt nicht zu beachten braucht.

Du steckst knietief drin, falls du (wie ich damals) jetzt gerade denkst…

»Ich kenne meinen Markt in- und auswendig, denn ich bin mein Markt. Ich bin meine Zielgruppe.«

Was ich damit sagen will, ist, dass du gegenüber deinem eigenen Wissen möglicherweise betriebsblind bist. Für dich sind Dinge selbstverständlich, die für deine Zielgruppe Fragen aufwerfen und/oder umgekehrt.

Du denkst vielleicht, dass es eine tolle Idee ist, in deinem Abnehmkurs 15 Videos über vegetarisches Kochen einzubauen, weil du Fan von vegetarischem Essen bist. Deine potenziellen Kursteilnehmer finden vegetarisch vielleicht nicht so toll und werden genau aus diesem Grund nicht kaufen. Oder aber sie wollen nichts übers Kochen wissen, sondern lieber ein E-Book mit Rezepten haben.

Vielleicht findest aber in deiner Marktrecherche heraus, dass hier ein großes Bedürfnis besteht und vielleicht lenkst du den Fokus deines Kurses sogar auf Abnehmen mit vegetarischem Essen.

Genau solche Dinge findest du mit einer guten Marktrecherche raus.

Hör endlich auf, anzunehmen und fang an herauszufinden, was dein Markt WIRKLICH will.

Kreiere deine "Kunden-Bedürfnis-Mappe"

Jetzt sagst du vielleicht: »Ok Gian, ich habe es kapiert, aber wie gehe ich diese Marktrecherche an?«

Indem du recherchierst und dazu bestimmte Informationen sammelst. Du legst dabei eine »Kunden-Bedürfnis-Mappe« an. Du erstellst ein File an Informationen, auf die du dann später, bei all deinen Arbeitsschritten zurückgreifen kannst.

Und zwar nicht nur bei der Planung deines Kurses, sondern auch bei der Vermarktung. Dieses File wird quasi eine Bibel über deine Zielgruppe.

Sie hilft dir unter anderem:

  • Beim Erstellen eines Freebies.
  • Beim Verfassen von unwiderstehlichen Texten auf deinen Optin-Formularen.
  • Beim Verfassen von E-Mails, die deine potenziellen Kursteilnehmer mit Begeisterung verschlingen.
  • Beim Finden von Themen für Blogartikel.
  • Bei Kursstruktur, Kursinhalt und Kursformat.
  • Beim Erstellen einer Verkaufsseite, die Besucher zu Kursteilnehmern macht.
  • Bei deiner Positionierung / deinem USP / deinem Alleinstellungsmerkmal
  • Beim Finden von Beta-Testern.
  • und, und und…

Dieses File besteht aus 4 Kategorien:

  1. Hoffnungen & Träume

  2. Probleme & Sorgen

  3. Hindernisse & Unsicherheiten

  4. Aussagen, die aufhorchen lassen

Deine »Kunden-Bedürfnis-Mappe« zeigt dir, wo deine Kunden stehen, wo sie hinwollen und was ihnen dabei im Weg steht. 

Wenn du die Bedürfnisse deines Zielpublikums irgendwann verstehst, kannst du diese in all deine Inhalte einfließen lassen - und zwar in der Sprache, in der deine potenziellen Kunden sprechen (und damit meine ich nicht Deutsch oder Englisch).

Aber wie fange ich jetzt an, diese "Kunden-Bedürfnis-Mappe" zu kreieren?

Lies dir dazu am besten diesen Beitrag durch. Darin erkläre ich dir Schritt-für-Schritt, wie du vorgehst, um deine Kunden-Bedürfnis-Mappe anzulegen. 

Fazit

Ich weiß, dass du jetzt möglicherweise die Nase rümpfst und dir denkst, dass du das alles nicht so ausführlich machen willst. Ich kann dich verstehen. Mir ging es anfangs genau so. Ich habe Recherche nicht sonderlich gemocht, ehrlich gesagt bin ich noch immer kein allzugroßer Fan davon.

Aber ich habe aus Erfahrung gelernt, dass ich nur durch eine solide Marktrecherche eine realistische Chance habe, einen erfolgreichen Onlinekurs zu kreieren. Und dazu auch noch gleich Kursteilnehmer auf Lebenszeit zu gewinnen.

Und zwar weil es ist, als würd ich förmlich ihre Gedanken lesen. Dabei tue ich nichts anderes als ihre Probleme besser zu verstehen, als sie selber. Ich versuche auftauchende Fragen in dem Moment zu beantworten, indem sie auftauchen. Natürlich schaffe ich es nicht immer. Aber garantiert öfters, als wenn ich die Marktrecherche vernachlässige.

Zudem legst du dir mit deiner "Kunden-Bedürfnis-Mappe" ein File an, auf das du später - in hektischen Momenten, wenn du mit anderem beschäftigt bist - jederzeit zurückgreifen kannst.

Wenn es dann also an der Zeit ist, deine Verkaufsseite zu kreieren, brauchst du nicht mehr stundenlang im Internet rumzusuchen, sondern du öffnest deine Recherchen und schaust, was du das schon alles zusammengetragen hast.

Du kannst selber entscheiden, ob du ab sofort deine Kursidee solide recherchieren willst. Oder ob du den gleichen Fehler, wie die meisten Kurskreierer machen willst und dich Hals über Kopf in die Produktion stürzt.

Versteh mich nicht falsch. Glückstreffer sind immer möglich. Es kann sein, dass dein Kurs auch ohne Recherche erfolgreich wird. Doch mit einer soliden Recherche steigerst du nicht nur deine Chancen erheblich, sondern du machst außerdem einfach auch bessere Kurse - und zwar weil du deine Zielgruppe besser verstehst.

Wenn ich also sage, dass Marketing der erste Schritt auf dem Weg zu deinem erfolgreichen Onlinekurs ist, sage ich das nicht nur so daher - ich meine es auch so.

Viel Erfolg!

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