Wie ich mich fürs Schreiben auf Reisen vorbereite

Unser Urlaub steht vor der Tür. Am Freitag geht’s los. Vor uns stehen dreieinhalb Wochen, in denen wir in unserem Campingbus leben werden. In den ersten Tagen ist der Weg das Ziel, dann Tarifa (die südlichste Spitze Spaniens).

Natürlich will ich mich erholen. Aber ich will die Zeit auch nutzen, um mein aktuelles Buchprojekt voranzutreiben. Das bedeutet, ich werde unterwegs schreiben. 

Ausserdem muss ich mich - wenn auch nur auf »Sparflamme« - um mein Online Business kümmern. 

Welche Hürden erwarten mich?

Zuhause bin ich super eingerichtet. Ich habe meinen Arbeitsplatz mit mehreren Bildschirmen, meinen Schreibort, gutes Internet und all die anderen Dinge, die man 2018 in einem modernen Haushalt so hat. 

Zudem habe ich Abläufe und Gewohnheiten, die mich produktiv machen. 

Im Urlaub werde ich davon nicht viel haben. Normalerweise kein Problem, ist ja schliesslich Urlaub. Ich will aber unterwegs schreiben und dafür muss ich mich anpassen. 

1. Mein Schreibort: Alles auf engstem Raum

Schreibort für unterwegs

Wir haben einen VW T4 Campingbus. Der ist toll, aber nicht gross. Wir sind zu zweit, also ist der Platz eng. 

Normalerweise kein Problem, aber ich will ja viel schreiben und da bin ich eigentlich gerne alleine. Das wird nicht gehen. Ich muss mich dementsprechend umso besser abschotten. 

Ich mache das mit Musik. An den Rest muss ich mich unweigerlich gewöhnen. 

2. Internet: Gewohntes surfen geht nicht

Da wir anfangs viel unterwegs sein werden, brauche ich mobiles Internet. Ich will auf meine Mails zugreifen, Fragen von Kursteilnehmern beantworten, Dinge recherchieren oder den Wetterbericht anschauen. 

In der Schweiz kein Problem, mit meinem Handyabo kann ich unbegrenzt surfen. Das Internet über mein Handy ist sogar schneller als jenes zuhause. Das bedeutet, ich kann mein iPhone als Hotspot nutzen und damit auch mit Laptop und Tablet surfen. 

Aber im Ausland geht das unter Roaming. Und wir Schweizer können leider (noch) nicht von der neuen Roamingregelung der EU profitieren

Bei meinem Mobilfunkanbieter kann ich ein Roaming Datenpaket über 4GB kaufen, welches eigentlich reicht. Eigentlich, weil ich damit keine Videos schauen kann - es sei denn, ich will, dass die 4GB es schon am ersten Tag aufgebraucht sind…

Mit WLAN kann ich nicht rechnen

Auf dem Camping in Tarifa, auf dem wir einige Zeit bleiben werden, ist das WLAN so himmeltraurig, dass man es als nicht existent bezeichnen kann. Zumindest letztes Jahr war das so. Und ich erwarte nicht, dass sich das geändert hat. 

Falls mir die Daten ausgehen, kaufe ich entweder ein neues Paket oder organisiere eine SIM Karte vor Ort. 

3. Akkus unterwegs aufladen

​Ja, unser Bus hat Strom. Geräte sorgenfrei aufladen können wir aber nur, wenn wir am Strom angeschlossen sind. Die Zusatzbatterie ist für Dinge wie Kühlschrank oder Licht gedacht.

Sobald wir auf einem Campingplatz sind, haben wir Strom und das ist kein Problem. Aber solange wir unterwegs sind und jeden Abend an einem anderen Ort übernachten, können wir nicht fest mit Strom rechnen, weil wir auch nicht immer einen Campingplatz ansteuern werden. 

Da ich mit dem Laptop schreibe, habe ich ungefähr 4-5 Stunden Akku, das sollte reichen. Dann haben wir aber noch zwei Handys und zwei Tablets...

Und wenn du jetzt gerade aufschreist - wir lesen mit dem Tablet. Das geht einfacher, als 10 Bücher mitzuschleppen. 

Um nicht plötzlich wegen eines leeren Akkus auf mein Schreiben verzichten zu müssen, habe ich vorgesorgt. 

Die Steckdose für unterwegs

Powerbanks gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die meisten sind jedoch nur für Tablets oder Handys gedacht. 

Was ich aber brauche, ist ein Teil, mit dem ich mein MacBook aufladen kann – und zwar auch dann, falls weit und breit keine Steckdose in der Nähe ist. 

Meine Lösung: Die RAVPower 27000mAH Powerstation

Powerbank

Das besondere an diesem wuchtigen Teil, dass ich normale Stecker verwenden kann. Ich habe also quasi eine Steckdose dabei. 

Zudem habe ich noch einen Adapter gekauft, um die Powerbank während der Fahrt, via Zigarettenanzünder, wieder aufzuladen.

4. Gefahr vor Diebstahl

Sobald man mit einem Campingbus im Ausland, besonders im Süden, unterwegs ist, besteht die Gefahr, dass man eine eingeschlagene Autoscheibe antrifft

Zwar ist das gerade in der Nebensaison weniger wahrscheinlich und ich habe keine grosse Angst davor und bin auch versichert. Trotzdem ist es ärgerlich, falls plötzlich MacBook oder iPad fehlen. 

Und um entspannter zu bleiben werde ich mein neustes (und teuerstes) Gerät zuhause lassen und mein 2011er Ersatzgerät mitnehmen. 

Ausserdem gönne ich mir einen Pacsafe, um wenigstens gegen Gelegenheitsdiebe gewappnet zu sein.

Meine Lösung: Der Pacsafe Travelsafe X25

Travelsafe

5. Scrivener Backup einrichten

Ich habe alle meine Daten als Backup in der Cloud. Sowohl in der TimeMachine als auch in der Dropbox. Unterwegs habe ich aber nicht die Möglichkeit, meine Daten so zu speichern - oder dann sind meine 4GB Daten viel zu schnell aufgebraucht.

Für die normalen Daten werde ich im Urlaub ohne Backup auskommen. Da ich ausser dem Scheiben hauptsächlich Mails beantworte, geht nichts verloren. 

Aber meine Scrivener Projekte will ich sichern und da die Dropbox wegfällt, werde ich Scrivener so einrichten, dass der Backup auf ein externes Speichermedium geht. 

Wie ich das genau mache, erkläre ich dir in diesem Video:

Fazit

Es ist nicht das erste Mal, dass in Urlaub fahre und auch nicht das erste Mal, dass ich im Urlaub ein Mindestmass an Arbeit erledigen werde. Aber es ist das erste Mal, dass ich im Urlaub wirklich viel schreiben will. 

Nebst den üblichen und jetzt gerade aufgezählten Hürden wird die grösste Umstellung sein, dass all die Rituale, die ich zuhause habe, wegfallen.

Gerade, dass ich mich auf engstem Raum schlecht abschotten kann oder möglicherweise nicht so bequem sitze, wie zuhause könnte eine Herausforderung werden. 

Aber vielleicht wird es stattdessen auch meine Kreativität beflügeln. 

Ich bin gespannt und freue mich auf das Abenteuer. 

Beste Grüsse und: auf Wiederschreiben

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